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Verlies

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Verlies
Verlies.png
Biom

Jedes

Bestandteile


Bruchstein


Bemooster Bruchstein


Monsterspawner


Truhe

Bauwerksdaten

Keine Bauteile

Einführung

Siehe Geschichte

Das Verlies ist ein vom Spiel generiertes Bauwerk. Es ist ein kleiner, unterirdischer Raum, der aus Bruchstein und bemoostem Bruchstein besteht, sowie einem Monsterspawner, der sich immer in der Mitte befindet. Außerdem können bis zu zwei Truhen enthalten sein.

Verliese schließen immer direkt an einen Hohlraum an, wobei es sich fast immer um Höhlen handelt, nur gelegentlich treten Verliese auch in Minen und Schluchten auf. Der Monsterspawner spawnt auch im Schwierigkeitsgrad Friedlich Monster, diese verschwinden allerdings sofort wieder.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verliese werden überall in der Oberwelt generiert, die Höhe spielt dabei theoretisch keine Rolle. Für jeden Chunk erfolgen acht Versuche, ein Verlies zu generieren, wobei es nur selten vorkommt, dass überhaupt mehr als einer dieser Versuche erfolgreich durchgeführt wird.

Bei jedem Versuch wird ein zufälliger Ort im Chunk ausgewählt, es wird eine Größe für das Verlies festgelegt (5×5×4, 5×7×4, oder 7×7×4 Blöcke) und anschließend werden drei Bedingungen geprüft:

  • Der Boden unter dem Verlies (auch unter den Wänden) muss komplett mit Blöcken gefüllt sein, es darf kein freier Block vorkommen.
  • Die Decke über dem Verlies (auch über den Wänden) muss komplett mit Blöcken gefüllt sein, es darf kein freier Block vorkommen.
  • Die Wände des Verlieses ersetzen keine Luftblöcke, die durch bereits vorhandene unterirdische Strukturen (hauptsächlich Höhlen, auch Minen oder Schluchten) bestehen. Entstehen auf diese Weise ein bis fünf Löcher in den Wänden, die mindestens zwei Blöcke groß sind, ist diese dritte Bedingung erfüllt.

Ist eine Position gefunden worden, werden alle Blöcke bis auf die drei möglichen Blockobjekte platziert. Um die beiden Truhen einzufügen, werden pro Truhe drei Versuche unternommen, diese zu erzeugen. Dazu wird bei jedem Versuch ein zufälliger Block direkt über dem Verliesboden ausgewählt, der dann zwei Bedingungen erfüllen muss:

  • Der Block muss leer sein. Dies ist nur bei der zweiten Truhe relevant, da vor der Generierung der ersten Truhe in dem gesamten Bereich noch kein einziger Block platziert wurde.
  • Der Block muss seitlich an genau einen weiteren Block angrenzen (der Boden ist irrelevant, es wird nur die X-Z-Ebene beachtet), wodurch eine Truhe nicht in einer Ecke oder der Mitte des Raumes entstehen kann. Mit der zweiten Truhe kann nur eine Doppeltruhe entstehen, wenn diese nicht an der Wand generiert wird, sondern mittig im Raum liegt und der eine angrenzende Block durch die bereits vorhandene Truhe gestellt wird.

Zuletzt folgt der Monsterspawner, genau in der Mitte des kleinen Raumes.

In angepassten Welten kann man die Generierung unter "Verliese" individuell ausschalten und die Anzahl der Generierungsversuche pro Chunk verändern. In Flachlandwelten kann man die Generierung mit dem Code dungeon steuern. Verliese werden auch dann generiert, wenn vor Spielstart die Option Bauwerke generieren auf Aus gestellt wurde[1]. Sie werden nur dann nicht generiert, wenn sie in einem Bauwerk liegen würden (z. B. in einer Mine). Für Verliese gibt es keine Bauwerksdaten.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler wird in einem geöffneten Verlies von zwei Skeletten begrüßt

Ein Verlies ist ein Raum mit einer Fläche von 5×5, 5×7 oder 7×7 Blöcken, dessen Wände aus Bruchstein bestehen. Der Boden besteht sowohl zu 25% aus normalem als auch zu 75% aus bemoostem Bruchstein. In der Mitte befindet sich immer ein Monsterspawner und an den Wänden ein bis zwei Truhen, nur in wenigen Fällen findet man gar keine Truhe vor. Bei dem Monsterspawner handelt es sich in 50% der Fälle um einen Zombie-Spawner und in jeweils 25% der Fälle um einen Spinnen- oder Skelett-Spawner.

Der Monsterspawner symbolisiert hier eine Art Wache für die Inventargegenstände, die sich in den Truhen befinden. Die möglichen Gegenstände werden im folgenden Abschnitt aufgezählt. Er spawnt solange Zombies, Skelette oder Spinnen, bis man ihn deaktiviert. Dazu reicht bei kleinen Verliesen bereits eine Fackel, die man auf den Monsterspawner stellen muss. Alternativ können auch vier Fackeln rund um den Monsterspawner aufgestellt werden.

Truheninhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den generierten Truhen können folgende Gegenstände gefunden werden. Der Truheninhalt richtet sich nach den Beutetabellen.

Gegenstand Chance Stapelgröße
In jeder Truhe sind drei Stapel aus der Gruppe dieser Gegenstände enthalten

Knochen
57,8% 1-8

Schwarzpulver
57,8% 1-8

Verrottetes Fleisch
57,8% 1-8

Faden
57,8% 1-8
In jeder Truhe sind ein bis vier Stapel aus der Gruppe dieser Gegenstände enthalten

Weizen
35,3% 1-4

Brot
35,3% 1

Kohle
27,4% 1-4

Redstone
27,4% 1-4

Rote-Bete-Samen
18,8% 2-4

Melonenkerne
18,8% 2-4

Kürbiskerne
18,8% 2-4

Eisenbarren
18,8% 1-4

Eimer
18,8% 1

Goldbarren
9,7% 1-4
In jeder Truhe sind ein bis drei Stapel aus der Gruppe dieser Gegenstände enthalten

Namensschild
29,0% 1

Sattel
29,0% 1

Schallplatte (13)
22,2% 1

Schallplatte (Cat)
22,2% 1

Eiserne Pferderüstung
22,2% 1

Goldener Apfel
22,2% 1

Verzaubertes Buch
[Anm. 1]
15,1% 1

Goldene Pferderüstung
15,1% 1

Diamantene Pferderüstung
7,7% 1

Verzauberter Goldener Apfel
3,1% 1
  1. Alle Verzauberungen und Stufen der Verzauberungen sind gleich wahrscheinlich.

Aufspüren von Verliesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Spieler findet ein an eine Höhle grenzendes Verlies

Die gezielte Suche nach Verliesen ohne jegliche externe Hilfsmittel ist sehr schwer. Der wohl wichtigste Ansatzpunkt besteht darin, dass Verliese immer mit unterirdischen Hohlräumen verbunden sind. Das Erkunden von Höhlen ist demzufolge bereits der beste Ansatz. Während man also auf der Suche nach Verliesen Höhlensysteme durchkämmt, gilt es darauf zu achten, ob irgendwo Bruchstein oder bemooster Bruchstein sichtbar sind. Bemooster Bruchstein kann unterirdisch nur von Verliesen erzeugt werden und garantiert bei der Sichtung somit die Entdeckung eines Verlieses. Nur an der Oberfläche stößt man sonst noch auf bemoosten Bruchstein als Bestandteil von Dschungeltempeln und Felsen. Normaler Bruchstein ist ebenfalls vielversprechend, wobei dieser ebenfalls durch das Zusammentreffen von Wasser und Lava entsteht, aber vor allem auch durch den Spieler selbst platziert wird.

Die Methode der Höhlenerkundung lässt sich nur geringfügig verfeinern, indem man einerseits, sollte man unterirdisch auf eine größere Gruppe gleichartiger Zombies, Skelette oder Spinnen treffen, versucht, deren Ursprung auf den Grund zu gehen. Oft handelt es sich einfach nur um eine Gruppe gemeinsam gespawnter Monster, aber mit ein wenig Glück hat man doch ein Verlies gefunden. Andererseits können Geräusche in der Umgebung auf Verliese hinweisen. Hört man also viele Geräusche von demselben Monster in der Umgebung, ist die Wahrscheinlichkeit eines Verlieses in der Nähe höher als normal, obwohl es auch eine normale Höhle sein kann mit zufällig gespawnten, gleichen Monstern. Dennoch sollte man solch einem Ansatz nachgehen, wenn man unbedingt ein Verlies finden will. Dazu gräbt man einfach in die Richtung, aus der die Geräusche zu kommen scheinen. Sehr hilfreich bei der Lokalisierung von Geräuschen ist es, die Untertitel einzuschalten, da diese ebenfalls anzeigen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.

Ist einem die langwierige Suche im Spiel zu aufwendig, so können Verliese verlässlich mithilfe eines Mapeditors gefunden werden finden. Da Blockobjekte wie Truhen und Monsterspawner nur bei wenigen Gegebenheiten in der Welt auftreten, ist die Suche nach diesen Objekten eine verlässliche Methode. Nutzt man z. B. die verbreitete Anwendung MCEdit-Unified, so werden Blockobjekte standardmäßig gelb hervorgehoben und sind dementsprechend leicht aufzuspüren.

Tipps zum Infiltrieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man muss das Verlies nicht zwingend betreten, um das Spawnen der Monster zu verhindern oder die Truhen zu leeren. Es können auch bestimmte Tricks angewandt werden:

  • Am Einfachsten ist das Graben eines Tunnels bis unter den Monsterspawner, und das anschließende Zerstören, wobei es sich hierbei um den radikalsten Ansatz handelt, da dann die Vorzüge dieser unerschöpflichen Quelle für bestimmte Drops und Erfahrungspunkte nicht mehr ausgeschöpft werden können.
  • Fluten des Verlieses mit Lava. Dadurch sterben die Monster im Verlies und durch das hohe Lichtlevel der Lava wird das Spawnen weiterer Monster verhindert. Entfernt man die Lava anschließend wieder, bleibt genug Zeit, um den Monsterspawner mit einer anderen Lichtquelle zu deaktivieren, während die Lava gemächlich abfließt.
  • Wenn man rund um das Verlies gräbt und Ausschau nach den Truhen hält, kann man die Inventargegenstände in den Truhen nahezu risikolos herausholen.
  • Eine schnelle Variante, die Sachen aus der Truhe zu bekommen, ist, die Truhe abzubauen.
  • Falls sich jedoch zu viele Monster im Verlies aufhalten, sollte man sich mehr als 32 Blöcke weit weg bewegen und etwas mehr als 30 Sekunden warten. Anschließend sprintet man zurück und leuchtet das Verlies aus, um den Monsterspawner zu deaktivieren, bevor weitere Monster überhaupt spawnen können. Ab einem Abstand von mindestens 32 Blöcken können nämlich jegliche Monster aus der Welt verschwinden, sollten ihnen innerhalb von 30 Sekunden kein Spieler zu nahe gekommen sein. Somit verschwinden auch die Monster im Verlies. Monsterspawner fangen erst ab einem Abstand von 16 Blöcken an, Monster zu spawnen.

Umbau zur intelligenten Monsterfalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Community gilt das Gebot, den Monsterspawner in einem gefundenen Verlies niemals zu zerstören, sondern das Verlies auszuleuchten, um ihn vorübergehend zu deaktivieren. Dies kommt daher, dass solch ein Spawner nur selten vorkommt, unersetzlich ist, aber vor allem hervorragend für Monsterspawner-Fallen ausgenutzt werden kann. Lässt man um den Monsterspawner Wasser laufen, werden die Monster ins Wasser gespawnt und daraufhin in die vorher gebaute Falle geschwemmt. Durch das unendliche Spawnen der Monster können durch eine geschickte Konstruktion alle Drops der Monster zu einem erreichbaren Ort geleitet und im besten Fall mit einem Trichter aufgesammelt werden. Dadurch hat man eine "Flatrate" für bestimmte Gegenstände, ohne wirklich etwas dafür tun zu müssen. Als willkommenes Nebenprodukt erhält man außerdem in großen Mengen Erfahrungskugeln zum Verzaubern, sollte man die Monster manuell töten. Die Art der Falle ist natürlich jedem selbst überlassen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verliese sind immer mit einer Höhle beliebiger Größe verbunden, wodurch immer ein Teil der Wand fehlt, was als eine Art "Eingang" dient.
  • Wenn ein Verlies generiert wird, das so groß ist, wie die zuvor generierte Höhle, überschreibt es diese Höhle. Das Resultat ist ein Verlies ohne Eingang, sodass die Monster es nicht verlassen können, wodurch es schwerer zu finden ist. Dennoch befindet sich in den Wänden des Verlieses mindestens ein Loch, damit diese Bedingung erfüllt wird.
  • Weil Wüsten aus Sand bestehen und Verliese ohne Dach generiert werden, kann ein Verlies, das nah an der Oberfläche generiert wurde, eine sehr gut sichtbare, rechteckige Grube bilden. Dass dies Verliese sind, ist dann an den sichtbaren Wänden zu erkennen und an den bis zu drei herausstehenden Sandblöcken, unten denen sich der Monsterspawner und bis zu zwei Truhen befinden. Die Bedingung zur Generierung, dass eine Decke bestehen muss, wird dadurch nicht verletzt, da der Sand diese ursprünglich gebildet hatte.
  • Manchmal können Verliese an einer Küste am Strand gefunden werden. Dadurch können, wie oben erwähnt, Sandgruben entstehen. Auch kann dadurch Wasser in das Verlies hinein fließen.
  • Es ist möglich, bei Spielstart in einem Verlies an der Oberfläche zu spawnen.
  • Es kann passieren, dass mehrere Verliese direkt ineinander generiert werden. Es sind dann mehrere Monsterspawnern vorhanden, wobei Truhen oft überschrieben werden und daher oft trotzdem nur zwei vorhanden sind.
  • Selten kann ein Pilz in einem Verlies auf bemoostem Bruchstein erscheinen.
  • Die generierten Truhen in Verliesen können manchmal nebeneinander generiert werden. Ergebnis ist eine Doppeltruhe im Verlies.
  • Ein Verlies kann über einer Lavagrube, einem See oder im Ozean generiert werden, dies ist aber eher selten.
  • Es kann im Schwierigkeitsgrad Friedlich passieren, dass ein Skelett spawnt, auf den Spieler schießt und sofort wieder despawnt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]