Das offizielle Minecraft Wiki twittert hier: Wiki-Twitter   Noch keinen Server gefunden? Es gibt einen Wiki-Server

Minecraft im Museum

Aus Minecraft Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Minecraft, das erst nur ein Spiel war, dann ein popkulturelles Phänomen, hat seit 2013 auch Einzug in Museen gehalten.

MoMA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Museum of Modern Art 3 small.jpg       Dominguezandrew 141013 7518 lowresweb.jpg

Das 1929 in New York gegründete Museum of Modern Art (MoMA) widmet sich ausschließlich der Gegenwartskunst. Es beherbergt eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Im November 2012 erwarb das MoMA 14 Computerspiele als Grundstock für eine neue Kategorie von Kunstwerken[1].

In der Daueraustellung "Applied Design" (Angewandte Gestaltung) werden ca. 100 Objekte der Designkunst gezeigt. Neben Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen sind auch Computerspiele zu sehen. In raumhohe, schwarze Stellwände, die teilweise mit dem Design des Spiels bedruckt sind, sind Monitore eingelassen. Es wurde bewusst darauf verzichtet, die typischen Geräte aufzubauen, auf denen die Spiele ursprünglich gespielt wurden. Stattdessen sind nur die flachen Monitore zu sehen; die Spiele sollen für sich selbst sprechen.

Die Ausstellung hat eine kontroverse Debatte in der Kunstwelt ausgelöst, ob Computerspiele überhaupt Kunst seien. Das MoMA antwortet, dass die bewegte Grafik ganz sicher Kunst sei, in der Ausstellung ginge es aber vor allem um das Design, also um die Gestaltung der Spiele. Dabei stand nicht nur der ästhetische Gesichtspunkt im Vordergrund, sondern auch das Design der Interaktion zwischen Spieler und Spiel. Zusammen mit Experten, Historikern und Kritikern war in eineinhalb Jahren ein Kriterienkatalog erarbeitet worden, woraus eine Wunschliste von 40 Computerspielen entstand, die nach und nach erworben werden.

Am 28. Juni 2013 verkündete das MoMA den Erwerb weiterer Computerspiele, darunter auch Minecraft[2]. Unter der Inventarnummer 702.2013[3] ist Minecraft, das der Hersteller Mojang dem Museum geschenkt hat, nun ein Teil der weltberühmten Sammlung. Einige Spiele kann man auch spielen, aber Minecraft gehört nicht dazu.

Der Museumstext
Markus "Notch" Persson (Schwede, geb. 1979)
von Mojang (Schweden, gegr. 2009)

Minecraft 2011
Herausgegeben von Mojang

Geschenk von Mojang 2013

Videos von Ethan Sanchez, Markus "Junkboy" Toivonen und Paul Galloway
Hintergrundbild von Markus "Junkboy" Toivonen

Minecraft, das 2011 fertiggestellt wurde, kombiniert die Ego-Perspektive mit einer dreidimensionalen offenen Welt, in der die Spieler frei herumlaufen und ihren eigenen Zielen nachgehen können, statt einer vom Spieldesigner vorgegebenen Geschichte zu folgen. Die Spielwelt wird prozedural generiert, d.h. sie wird durch einen Algorithmus zufällig erzeugt, während die Spieler sie erforschen, und nicht von einem Programmierer auf eine Diskette gespeichert, um dann im Spiel gezeigt zu werden. Dadurch finden sich die Spieler jedesmal in einer unbekannten Landschaft wieder, wenn sie eine neue Welt starten.

Hauptsächlich konzentriert sich das Spiel auf das Gestalten und Bauen und wird in einem von zwei Modi gespielt: "kreativ" (auf dem linken Monitor zu sehen), bei dem der Spieler unbegrenzte Ressourcen hat und bauen kann, was er möchte, sowie "überleben" (auf dem rechten Monitor), wo Spieler Ressourcen ansammeln, während sie gegen Monster und Hunger ankämpfen. Wie die blockige Ästhetik des Spiels nahelegt, ist Minecraft eine Art digitales Lego, das dem Spieler ermöglicht, Pixel für Pixel eine ganze Welt aufzubauen. Die Retro-Grafik erinnert außerdem an frühere Bitmap-Spiele wie Pac-Man und Space Invaders. Die Verwendung einfacher visueller Elemente wie Farbe, Textur und Muster machen das Spiel selbst für Anfänger und jüngere Spieler leicht bedienbar.

Tate Gallery[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tateworldspiclogo.jpg

1897 wurde in London das Kunstmuseum Tate Gallery gegründet, das die Werke britischer Künstler von 1500 bis in die Gegenwart ausstellt. 1998 kam die Webseite Tate Online hinzu. Dort wurde im November 2014 ein neues Projekt vorgestellt: "Tate Worlds". Bei diesem Projekt werden von Dragnoz und seinen Helfern acht Kunstwerke als Minecraft-Welten nachgebaut. Diese Welten sind als Abenteuerwelt herunterladbar und enthalten interaktive Elemente, mit denen das jeweilige Kunstwerk oder dessen Geschichte erforscht werden können. Auf der Webseite der Tate Gallery kann man die Welten herunterladen.

Tate derain1.jpg       Tate derain2.jpg
André Derain, The Pool of London, 1906
Tate nevinson1.jpg       Tate nevinson2.jpg
Christopher Wynne Nevinson, Soul of the Soulless City, 1920

British Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

British museum.png       British museum minecraft.png

Das British Museum wurde 1753 in London gegründet und ist eines der größten und bedeutendsten kulturgeschichtlichen Museen der Welt. Im September 2014 wurde das Projekt Museumcraft begonnen (hier das Video dazu): Ziel ist es, das Museumsgebäude mit allen Exponaten in Minecraft nachzubauen. Helfer können sich auf der Webseite des British Museums bewerben.

Museum of London[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Great Fire of London.png

Zum 350. Jahrestag des Großfeuers von London im Jahre 1666 hat das Museum of London im Sommer 2016 drei Minecraft-Welten in Auftrag gegeben. Sie zeigen die Stadt London vor, während und nach dem verheerenden Brand. Die Welten sind als kostenloser Download erhältlich, so dass man in der Altstadt von London selbst herumlaufen kann. Die Welten sind als Spiel konzipiert. In der zweiten Welt bricht das Feuer aus und man muss versuchen, es zu löschen ( Video).

Auf der Website des Museum gibt es Informationen zu dem Projekt. Bei Mojang gibt es weitere Hintergrundinformationen.

London2.jpg

Los Angeles Airport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Light your way home.jpg

Im November 2016 installierte Mojang ein Minecraft-Kunstwerk in der Einflugschneise des Flughafens von Los Angeles. Es soll daran erinnern, dass Minecraft-Spieler Fackeln benutzen, um den Weg zurück zu ihrem Haus zu finden[4].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]