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Ferne Länder

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Die Grenze zu den Fernen Ländern

Mit den fernen Ländern (engl.: far lands) sind die Bereiche gemeint, die sich auf die Himmelsrichtung bezogen am äußersten Ende einer generierbaren Welt befinden. Auf den Maßstab einer in Minecraft generierten Welt bezogen beträgt die Entfernung von der Mitte bis zum Rand einer “unendlichen“ Welt 12.550.820 Meter – ungefähr 31% des Erdäquators.
Wenn sich ein Spieler dem Ende einer Welt nähert, verlangsamt sich das Spiel je näher er dem Ende kommt. Es kann vorkommen, das sich hier das Spiel aufhängt. Die Landschaft am Ende der Welt besteht aus “wilden“ Formationen, wie sie normalerweise in den verschiedenen Biomen nicht vorkommen.
Nach Aussage von Notch könnte dieser Zustand behoben werden, aber da es für einen Spieler fast nicht möglich ist in einer angemessenen Spielzeit, ohne Benutzung eines Cheats, das Ende zu erreichen, wolle er die Vorstellung einer mysteriösen Welt in einer weiten Ferne aufrechterhalten.[1]

Außerdem können die Fernen Länder manchmal verbuggt sein, sodass man sie durchschreiten und erkunden kann - sie verhalten sich dann wie normale Höhlen.

Der Weg zu den fernen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Rand einer Welt zu gelangen ist ein schwieriges Unterfangen. Ohne Zuhilfenahme eines Programms, Leveleditors oder Cheats würde man von der Mitte einer generierten Welt (x=0, y=64, z=0) bis zu deren Ende zirka 800 bis 900 Stunden (33 bis 37 Tage) an Laufzeit benötigen. Die Grenze zwischen einer normalen Welt und den ’’far lands’’ liegt bei X/Z ± 12.550.821.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl die "Fernen Länder" der Oberwelt als auch der Unterwelt (Nether eingeschlossen) bestehen aus extrem ungewöhnlich aussehenden Landschaften mit vermischten Biomen. Höhlen sind in diesem Bereich komplett mit Wasser gefüllt, was es nahezu unmöglich macht hier nach Erzen zu graben. Selten werden normale Höhlen generiert und wenn, sind diese sehr klein. Da es in den Bereichen der ’’far lands’’ recht dunkel ist, erscheinen hier vermehrt feindliche Monster, was diesen Bereich als sehr gefährlichen Ort kennzeichnet.

Die Grenze (The Loop)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fernen Länder im Nether

Die Grenze der ’’far lands’’ ist eine Mauer, die vom Boden bis zum oberen Ende der Welt reicht (Y-Koordinate 127). Sie ist durchsetzt mit klaffenden, waagerechten Löchern, die unendlich lang erscheinen. Diese durchlöcherte Wand setzt sich bis zum unteren Ende der Welt - auch im Nether fort.

Die oberste Schicht (Y-Koordinate 127) besteht aus Gras oder Sand. Selten sind hier kleinere Einschnitte zu finden, in denen Bäume wachsen.

Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste, was man im Spiel bemerkt – lange bevor man sich den ’’far lands’’ nähert - ist die stotternde Bewegung der Welt um sich herum, was aber nicht an der Umgebung liegt, sondern in Fließkommaungenauigkeiten zu suchen ist. Die Framerate verlangsamt sich deutlich und die CPU des Rechners wird sehr hoch belastet, was zum Spielabsturz führen kann. Es ist außerdem möglich, dass der Speicherstand hierbei beschädigt und teilweise ungültig gemacht wird. Beim erneuten Laden werden 'corrupted chunks' erkannt.

Bei einem Punkt von X/Z ±32.000.000 kann die Landschaft nicht mehr bearbeitet oder modifiziert werden. Läuft der Spieler weiter, fällt er eventuell in die Leere und stirbt.

Das absolute Ende jeder Minecraft Welt ist 2.147.483.647. Überschreitet man diesen Punkt, werden keine Blöcke mehr generiert. Außerdem stürzt das Spiel hier meist nach ein paar Sekunden ab.

Sollte man es zu ±34,359,738,368 schaffen, wurde das Ende der Chunkgenerierung erreicht. Dies ist das Chunk Offset Limit, da hier Chunks überschrieben werden. Sobald dieses Limit erreicht ist, stürzt Minecraft mit einer Out of Memory Meldung ab.

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welten werden in Minecraft mithilfe von Perlin Noise generiert. Der Generator umfasst 16 Oktaven davon. Sie nehmen Gleitkommazahlen als Input. Der Generator kann einen Wert von [-231 , 231] ohne Probleme in eine Welt umrechnen. Das Problem ist, das viele dieser Oktaven Bereiche abdecken, die kleiner sind als ein Block, mit Minimum bei 171,103.

Rechnet man 231=2.147.483.647 durch 171,103, erhält man ~12.550.824. Wenn dieser Punkt erreicht wird, kommt es zu einem Overflow, was bedeutet, dass die berechnete Zahl größer als 2.147.483.647 ist. Dadurch nimmt die Überlaufene Oktave immer 231-1. Da der Wert immer gleich ist, ist die von ihm generierte Welt auch gleich, was wiederum der Grund für die unendlich langen Tunnel der Edge Far Lands sind.

Am positiven Ende beginnt der Rest relativ klein, aber in der Regel ist er viel größer als 1, und wächst um 171,103 pro Block. Am negativen Ende beginnt der Rest bei -232. Dieser Wert wird dann durch ((6x-15)x+10)x3 für "Quintic Interpolation" eingestellt. Selbst wenn der Block in "positiv" ist, ist der Wert bereits bei ungefähr 1011. Das negative Ende beginnt um -1.049! Für die Ecken der Fernen Länder werden die Werte der beiden Kanten vermehrt. Wenn "Interpolation" mit Werten so groß wie diese versucht wird, erzeugt es ähnlich große Ergebnisse. Dieses Ergebnis stellt alle weiteren Bedingungen vollständig in den Schatten, die normalerweise dem Gelände seine Form geben würde.

Der Fehler wurde behoben, indem der Rest des Inputs durch 16.777.216 geteilt wird. Perlin Noise wiederholt sich sowieso alle 256 Mal, hat also keine Nebeneffekte, jedoch verhindert es den Überlauf. Durch das Entfernen dieser Anweisungen können die Fernen Länder in neuere Versionen des Spiels gebracht werden.

Allerdings gibt es Dinge, die den Prozess erschweren:

  • Nur jeder vierte Block wird berechnet, dazwischen findet Interpolation statt. Deshalb ist die Grenze der Fernen Länder bei 12.550.821, nicht 12.550.824.
    • Jeder Noise-Generator wählt einen zufälligen Offset von 0 bis 256 und fügt ihn zum Input hinzu. Dadurch wird die Grenze normalerweise zu 12.550.821 geschoben.

Bei Erfolg beginnen die neuen Far Lands relativ früh, bei 25.101.648. Hier überlauft eine Oktave die andere. Es gibt keine optische Änderung, da Interpolation (Punkt 1) bei den gleichen Koordinaten stattfindet.

Pocket Edition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pocket Edition von Minecraft sind die Fernen Länder immer noch enthalten. An der Grenze zu ihnen sind Chunks verbuggt, sie "zittern", sollte der Spieler sich umgucken oder bewegen. Effekte wie das blockige Gehen sind ebenfalls vorhanden. Bis auf die Corner Far Lands, die aus einem "1 Gras, 3 Luft" Muster bestehen, sehen sie so aus wie auf dem PC. Abstürze wurden allerdings noch nie verzeichnet, da in der PE die Weltgeneratoren anders ("sparender") arbeiten und deshalb der Prozessor nicht so stark belastet wird.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei 2x-1 wird durch einen Fehler für ein paar Chunks normales Terrain generiert. Hier sind die einzigen Bäume nach ±32.000.000 zu finden.
  • Bei den Fernen Ländern gibt es sog. Bad Chunks, Chunks mit zerstörter Information, die massive Frameeinbrüche und Abstürze verursachen können.
  • Obwohl die Beta 1.6 unmöglich macht, Blöcke bei Y=128 zu setzen, generieren die Fernen Länder hier.
  • Einer der Splash-Texte lautet "Check out the Far Lands!". Dieser wurde nach dem Entfernen der Fernen Länder hinzugefügt.
  • In Minecraft:Story Mode werden die Fernen Länder erwähnt und von der Gruppe besucht.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]